Modernste Satellitentechnik auf dem Herrenberg

Jeudi 01 octobre 2015

Luxemburg beteiligt sich am WGS-System des US-Verteidigungsministeriums

Modernste Satellitentechnik auf dem Herrenberg

Seit kurzem in Betrieb: modernste militärische Satellitenschüssel auf dem Herrenberg.

Diekirch. Im Januar 2012 unterschrieb Luxemburg ein sogenanntes „Memorandum of understanding“ mit den USA, das dem Land Nutzungsrechte am derzeit performantesten amerikanischen Militär-Kommunikations-Satelliten-System WGS bis 2031 garantiert. WGS steht für „Wideband global satellite communication“.

Mit der Unterschrift verpflichtete sich das Großherzogtum, eine Satelliten-Ankerstation mit drei großen Antennen aufzurichten. Zwei dieser Antennen stehen auf dem Diekircher Herrenberg, eine dritte wurde in Kooperation mit der belgischen Armee in Marche-en-Famenne aufgestellt.

Wie der Generalstabschef der Luxemburger Armee, Romain Mancinelli, während der offiziellen Inbetriebnahme am Dienstag betonte, sei im Rahmen des WGS-Systems das Stationieren von zehn Satelliten geplant. Sieben von ihnen befänden sich bereits auf Orbit. Luxemburg beteilige sich zusammen mit Kanada, Dänemark, den Niederlanden und Neuseeland an der Finanzierung des neunten Satelliten.

Insgesamt kostete die Satelliten-Station in Diekirch den Staat acht Millionen Euro. Die Investition ist auch im Rahmen des Beitrags Luxemburgs als Nato-Mitglied zu sehen. Von einem historischen und symbolischen Tag für die Luxemburger Armee sprach Verteidigungsminister Étienne Schneider. Mit der Einweihung der ersten militärischen Satellitenstation mache Luxemburg einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Modernisierung der technologischen Armee-Infrastrukturen. Mit dem Zugang zum WGS-System werde der Kontakt mit den Soldaten in ihren Einsatzgebieten überall auf der Welt, aber auch zu Hause, enorm verbessert, was denn auch ein Mehr an Sicherheit bedeute.

Wenn es um Kommunikation geht, hat meistens auch die Post ihre Finger im Spiel. So auch hier. Das Mitwirken am WGS-Projekt zeige, wie breit das Dienstleistungsspektrum des Postunternehmens mittlerweile sei, so Generaldirektor Claude Strasser. Die Post verteile längst nicht mehr nur Briefe. So statte man seit Jahren auch professionelle Kunden mit den modernsten Kommunikationstechnologien aus.(NiM)

Luxemburger Wort - FOTO: NICO MULLER

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