Solidarität fordert vollen Einsatz

Mardi 22 décembre 2015

Traditionelle Weihnachtsfeier in der Militärkaserne auf Herrenberg

Generalstabschef Romain Mancinelli zeichnet verdienstvolle Schüler und Sportler aus den eigenen Reihen aus

Den Soldaten der Luxemburger Armee wird auch im kommenden Jahr auf nationaler wie internationaler Ebene einiges abverlangt werden.

Dank für das vielfältige Engagement der Luxemburger Soldaten auf nationaler und internationaler Ebene sowie ein Appell an das Solidaritätsgefühl in der Gesellschaft prägten dieser Tage die jährliche Weihnachtsfeier der Armee auf dem Diekircher Herrenberg. Ein Aufruf zu mehr Menschlichkeit, der sich auch in den traditionellen Schecküberreichungen zum Abschluss der Feier wiederfand.

Als professionelles Team, das effizient und äußerst vielseitig einsetzbar ist, lobte Verteidigungsminister Etienne Schneider am Freitagabend die Luxemburger Armee. Der Einsatz der Soldaten bei den verschiedenen Auslandsmissionen, sei auch im vergangenen Jahr ein „parcours sans faute“ gewesen. Dank gelte der Armee aber auch für ihre Unterstütung bei der EU-Präsidentschaft und im Kontext der Flüchtlingskrise.

Weiter erinnerte Schneider an die Joint Venture mit der „SES Astra“ und die Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft, die 2017 einen militärischen Kommunikationssatelliten ins Weltall schicken wird. Die Übertragungskapazitäten dieses Satelliten werden der Nato, sowie einer Reihe Nato-Partnern zur Verfügung gestellt werden.

„Geopolitische Lage ist nicht sicherer geworden“

Das Jahr 2015 habe bewiesen, dass die Welt nicht sicherer geworden sei und die Armee sich an den neuen geopolitischen Kontext anpassen müsse. Die Nato poche auf die Umsetzung des sogenannten „Readiness Action Plan“. Die Alliierten der Nato müssten zu jedem Moment einsetzbar sein und so werde auch 2016 ein Jahr mit vielen Einsätzen, Übungen und Missionen. Um die Armee noch besser aufzustellen, werde auch versucht die Strukturen der Verteidigung zu verbessern. Unter diese interne Restrukturierung falle auch ein Wechsel an der Spitze der „Direction de Défense“. Direktor Conrad Bruch werde zum 31. Dezember seinen Posten an den jetzigen Direktor des Geheimdienstes, Patrick Heck, abgeben.

Generalstabschef Romain Mancinelli zeigte sich im Rückblick ebenfalls stolz auf die geleistete Arbeit und versicherte, dass sich die Armee bereits jetzt auf die neuen Herausforderungen des kommenden Jahres einstelle. Es sei weiterhin Vollbeschäftigung angesagt. Mit einem Beitrag an der „Allied Command Transformation“ im Rahmen der Restrukturierung, der Anpassung der Gesetzestexte und internen Verordnungen, der Umsetzung der Reform innerhalb der „Fonction publique“, dem Formationskonzept der Unteroffiziere und Korporäle, der technischen Fertigstellung der neuen logistischen Halle, der Infrastrukturarbeiten auf dem Herrenberg, der Ausrichtung der neuen „posture militaire“ sowie den Missionen, wird die Armee auch im kommenden Jahr voll ausgelastet sein.

Flüchtlingskrise fordert auch Engagement der Armee

Zusammen mit weiteren, in Schule und Sport erfolgreichen Militärs, wurde Sgt Pol Jans ausgezeichnet.

Weiter appellierte General Mancinelli an die Solidarität: „Wann et jeemools néideg war, datt Europa Solidaritéit sollt beweisen, dann ass elo de Moment, woubäi mir als Militär och gefuerdert sinn.“ Das gelte denn auch gegenüber den Flüchtlingen, die ihre Heimat wegen des Kriegs verlassen mussten. Vor 70 Jahren seien unsere Großeltern auch vor Fanatikern geflüchtet, und froh gewesen, in anderen Ländern aufgenommen zu werden. „Och hei ass also Solidaritéit gefuerdert, europawäit, national a vu jidder Eenzelnem an der Gesellschaft.“

Nach der Auszeichnung einer Reihe erfolgreicher Schüler aus der Armeeschule und Militärsportlern, leisteten die einzelnen Messen, auch im Solidaritätsgedanken, finanzielle Unterstützungen an die Vertreter der „ALAN – Maladies Rares Luxembourg“, der Vereinigung „Rahna – Muppe ënnerstëtzen Leit am Rollstull“ und „Mateneen Doheem“ .

Luxemburger Wort - Von Arlette Schmit. Fotos : Arlette Schmit

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