Neue Ziele im Visier

Jeudi 09 novembre 2017

Armee präsentiert sich bei Martinsfeier gerüstet für die Zukunft

Auf die Soldaten der Luxemburger Armee kommen bedeutende Herausforderungen im Ausland und im Großherzogtum zu. 

Bei strömendem Regen ging gestern Morgen die traditionelle Sankt-Martin-Feier der Armee im militärischen Zentrum auf dem Diekircher Herrenberg über die Bühne. Eine Bühne, auf der stets auch über Geleistetes sowie zukünftige Herausforderungen der Armee gesprochen wird.

Das Jahr 2017 sei ein Jahr bedeutender Veränderungen bei der Armee, betonte Herrenberg-Kommandant Yves Kalmes bei der traditionellen Sankt-Martin-Feier auf dem Unabhängigkeitsplatz der „Caserne Grand-Duc Jean“ in Die- kirch gestern Morgen. 

Interne Umstrukturierungen

Bedingt durch die internationale Entwicklung sowie die geopolitische Sicherheitslage konzentriere sich die Luxemburger Armee nun wieder mehr auf die kollektive Verteidigung, zusammen mit dem internationalen Staatenbund der NATO, weshalb die Zahl der Soldaten in den Friedensmissionen zurückgeschraubt werden müsse. Deshalb beteilige man sich nun auch nicht mehr an der KFOR-Friedensmission in Kosovo. In 17 Jahren hätten nicht weniger als 1 178 Luxemburger Soldaten daran teilgenommen.

Abgesehen von der internationalen Umorientierung müsse sich die Armee aber auch intern um- strukturieren, um den immer komplexer werdenden Aufgaben gerecht werden zu können. Dabei fehle es zunehmend auch an Experten, hauptsächlich im Bereich der digitalen Vernetzung und der Entwicklung von Abwehrsystemen von Cyber-Attacken. Von daher werde man bei der Rekrutierung von Offizieren und Unteroffizieren neue Wege gehen und diese Karrieren zugänglich machen für Kandidaten mit einem an- deren schulischen Niveau, wie Yves Kalmes betonte.

Der Herrenberg-Kommandant wies darüber hinaus auf die Notwendigkeit hin, die Attraktivität der Armee weiter zu steigern. Da- für seien vor allem eine gut funktionierende Rekonversion, angepasste Infrastrukturen sowie eine moderne Kommunikationsstrategie vonnöten. In Sachen Kommunikation habe die Armee seit ei- nem Jahr denn auch so manche Akzente gesetzt. Einerseits habe man im November 2016 eine „Conseillère en communication“ eingestellt, andererseits sei man seit diesem Sommer auch offiziell auf Facebook und Twitter aktiv. Diese erweiterte Präsenz in den sozialen Medien bringe die Armee der Bevölkerung, und in besonderem Maße den jungen Leuten, sicherlich noch näher.

Zum Abschluss seiner Ansprache bedankte sich Yves Kalmes bei allen Armeemitgliedern und auch dem zivilen Personal für ihren Einsatz im Dienst der Armee und des Landes und forderte sie auf, auch in Zukunft zusammenzuhalten und sich mit gegenseitigem Respekt zu begegnen. Der heilige Martin, Schutzpatron der Armee, sei hierfür ein gutes Beispiel gewesen. 

Der „Militärmusik“ um ihren Chef-Major Jean-Claude Braun (r.) wurde zum 175-jährigen Bestehen ein goldener Tambourstab überreicht. 

Von Nico MULLER

Revenir à la liste des actualités