Vielversprechender Anfang eines Pilotprojekts

Samedi 28 janvier 2017

So genannte Copral-Kurse bereiten junge Leute auf die Musterung bei der Armee vor

Ettelbrück. Das Interesse, bei der Armee eine Karriere einzuschlagen, ist groß bei jungen Leuten. Jedes Jahr melden sich rund 750 Kandidaten. Vereidigt werden letztendlich allerdings lediglich 130 bis 140 von ihnen. Denn nur knapp 60 Prozent schaffen das schriftliche Examen, von den Verbleibenden bestehen 35 Prozent die sportlichen und medizinischen Tests nicht.

Um diesem Tatbestand entgegenzuwirken, haben die Armee und das Unterrichtsministerium ein Pilotprojekt gestartet, das spezielle Kurse vorsieht, um junge Leute im Alter von 17 bis 24 Jahren ganz gezielt auf die Musterung bei der Armee vorzubereiten. Diese „Cours de préparation à l'Armée luxembourgeoise“ (Copral) werden seit der „Rentrée“ 2016/2017 im technischen Lyzeum in Ettelbrück (LtEtt), wo ja seit der Rentrée 2015/2016 auch die Armeeschule untergebracht ist, angeboten.

45 Schüler im ersten Trimester

Eine erste Zwischenbilanz ist denn auch bereits sehr positiv, wie in Ettelbrück im Rahmen einer Pressekonferenz, an der neben LtEtt-Direktor Lucien Klein auch Bildungsminister Claude Meisch, Francine Closener, Staatssekretärin im Verteidigungsministerium, sowie Michel Useldinger, „Directeur de la reconversion“ bei der Armee, teilnahmen, zu erfahren war.

Von den 45 Schülern, die das erste von im Prinzip zwei Trimestern (nur in Ausnahmefällen kann ein drittes hinzukommen) nun hinter sich haben, fühlten sich bereits zehn so stark, dass sie sich der Musterung vorzeitig stellten. Acht haben die Aufnahmeprüfung denn auch geschafft.

Des Weiteren sind alle Copral-Kandidaten der Auffassung, dass die Mischung aus Unterricht, Sport und Aktivitäten bei der Armee eine sehr gute ist. Auf dem Programm stehen wöchentlich vier Tage Unterricht im LtEtt und ein „Stage“-Tag im militärischen Zentrum auf dem Diekircher Herrenberg.

Der Unterricht umfasst insgesamt 24 Stunden, jeweils vier für Deutsch, Französisch und Mathematik, jeweils zwei für Luxemburgisch, Bürgerkunde und Besprechen von Aktualitätsthemen sowie sechs für Sport. Hinzu kommen dann noch sechs Stunden in der Militärkaserne, während derer die Förderung sozialer Kompetenzen wie Disziplin, Respekt, Pünktlichkeit, Verantwortung und das Zusammenhalten in der Gruppe im Mittelpunkt stehen.

Während ihrer Zeit auf dem Herrenberg bekommen die Schüler einen ersten Eindruck von dem, was auf sie zukommt, wenn sie es schaffen, eine militärische Ausbildung beginnen zu können. NiM

Luxemburger Wort

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