Verbundenheit mit dem Volk

Jeudi 21 juin 2018

Armee begeht ihren traditionellen Nationalfeiertag in der Garnisonsstadt Diekirch

Drei Tage vor dem offiziellen Nationalfeiertag am Samstag beging die Luxemburger Armee bereits gestern Morgen ihren standesgemäßen Nationalfeiertag in der Garnisonsstadt Diekirch. Zahlreiche Besucher, unter ihnen auch viele Schulkinder, hatten sich auf der Kluuster eingefunden.

Bei perfekten äußeren Bedingungen umsäumten gestern Morgen viele neugierige Besucher die Kluuster in Diekirch, wo sich die Soldaten der Luxemburger Armee von ihrer besten Seite zeigten. In neuer Uniform feierten sie ihren traditionellen Nationalfeiertag.

Die Feierstunde gibt aber auch jedes Jahr Anlass zu einem Rück- und Ausblick auf die vielfältigen Aufgaben der Armee. Und so war es Yves Kalmes, Kommandant der Caserne Grand-Duc Jean, der auf ein intensives Jahr für die Armee zurückblickte.

2017 sei ein spezielles Jahr für die Luxemburger Armee gewesen. Einerseits, weil das 50. Jubiläum des Freiwilligendienstes und andererseits das 175-jährige Bestehen der Militärmusik gefeiert wurde. In diesem Rahmen seien denn auch eine Reihe Veranstaltungen organisiert worden, die jeweils einen großen Erfolg gekannt hätten. Das wiederum habe das Interesse, die Verbundenheit und auch die Anerkennung seitens der Bevölkerung der Armee gegenüber gezeigt.

Auf operationellem Plan sei das vergangene Jahr erneut sehr intensiv gewesen. So habe sich die Armee mit insgesamt 110 Soldaten an den Friedensmissionen in Kosovo, Mali, Afghanistan sowie der Zentralafrikanischen Republik beteiligt.

2017 sei aber auch eine Neuorientierung der Armee eingeleitet worden. Man müsse nämlich der geopolitischen Sicherheitslage Rechnung tragen. In Zukunft werde man sich innerhalb der NATO wieder vermehrt auf die kollektive Verteidigung konzentrieren. Dies verlange eine präzise Planung von Material und Personal. Insbesondere müssten die Kapazitäten in der Satellitenkommunikation und im Bereich der Nutzung von Drohnen ausgebaut werden, so Kalmes.

Verteidigungsminister Etienne Schneider wies seinerseits darauf hin, dass Luxemburg auch in Zukunft seinen Teil im Bereich von Entwicklungshilfe und Friedensmissionen leisten müsse. Um dies bewerkstelligen zu können, brauche man mehr Soldaten. Von daher sollen deren Karrieren noch attraktiver gestaltet werden. Auch wolle man im Bereich der Rekrutierung neue Wege gehen. 

Von Nico Muller (Luxemburger Wort)

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