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Wenn das Ösling zum Kosovo wird...


Wenn das Ösling zum Kosovo wird... (Quelle: Luxemburger Wort / Photos: Ady Richard / Grafik: Luss Hilger)

Rund 500 Soldaten aus Belgien, der Ukraine, Rumänien und Luxemburg bereiten sich während vier Tagen im Raum Vianden-Longvilly-Gouvy-Wemperhardt auf ihren viermonatigen Friedenseinsatz als multinationale Truppe "Belukroko 12" im Kosovo vor

ari – Vom 24. bis 27. Februar findet im Raum Vianden-Longvilly -Gouvy-Wemperhardt das Abschlussmanöver der multinationalen Kosovo-Einsatztruppe Belukroko 12“ unter belgischem Kommando mit rund 500 Soldaten statt. Daran teilnehmen werden, neben belgischen, rumänischen und ukrainischen Soldaten, auch ein luxemburgisches Peloton éclaireur“ mit rund 30 Soldaten.

Simulation der Arbeit im Kosovo
Das Manöver dient der Vorbereitung der Truppe auf ihren viermonatigen Friedenseinsatz ab Anfang April im Norden des Kosovo. Hier werden die Soldaten, unter französischem Kommando, innerhalb der multinationalen Nord-Ost-Brigade der KFOR dienen und ihre Kameraden von "Belukroko 11" ablösen.

Das Manöver soll kein Kriegsspiel, sondern eine Art Simulation der Arbeit der Soldaten vor Ort werden. So werden u. a. Check Points, Patrouillen, Demonstrationen und andere "Vorkommnisse" simuliert.

Aktionen im Raum Clerf-Weiswampach
Die Aktionen konzentrieren sich auf den Raum um Clerf und Weiswampach. Hier befinden sich auch die Stützpunkte der Soldaten, die dieselben Namen wie im Kosovo haben. So wird der größte Stützpunkt "Nothing Hill" – normalerweise bei Leposavic – im Kulturzentrum in Clerf eingerichtet werden. Hier werden 250 Soldaten mit fünf Kettenfahrzeugen und 120 anderen Fahrzeugen stationiert sein.

Der Stützpunkt "White Plains" – normalerweise bei Lesak – wird im "Centre de loisirs" in Weiswampach eingerichtet. Hier werden 150 Soldaten mit 15 Kettenfahrzeugen und zehn anderen Fahrzeugen stationiert sein. Die Manöverdirektion befindet sich mit rund 100 Mann in Diekirch auf dem Herrenberg.

Die Einsatztruppe, die zum größten Teil aus belgischen "Chasseurs ardennais" besteht, setzt sich aus einem Generalstab, einer logistischen Einheit, einer luxemburgischen Aufklärereinheit, einer "Infanterie blindée"-Kompanie mit drei "Pelotons" der "Chasseurs ardennais", einer rumänischen "Infanterie blindée"-Kompanie mit zwei "Pelotons", einer ukrainischen "Infanterie blindée"-Kompanie mit zwei "Pelotons" und einer "Génie"-Einheit sowie einer weiteren "Génie"-Einheit zusammen.

Bevölkerung zur Mitarbeit aufgerufen
Die Verantwortlichen der Armee rufen die luxemburgische Bevölkerung zur Mitarbeit auf. Etwa bei simulierten Fahrzeugkontrollen. Es besteht auch die Möglichkeit, dass teilweise mit falscher Munition geschossen wird.

Hotline, "Porte ouverte" und Parade
Für die Bevölkerung ist das im Kulturzentrum Hosingen eingerichtete Informationszentrum zugänglich. Es funktioniert vom 24. Februar (Nachmittag) bis zum 27. Februar (Vormittag). Eine Gratis-Hotline für eventuelle Manöverschäden oder sonstige Informationen funktioniert ebenfalls während dieser Zeit: Tel. 800 24 144. Als Abschluss findet am 27. Februar um 14.30 Uhr eine Parade auf dem Marktplatz in Clerf statt. Am Mittwoch, dem 26. Februar, können zwischen 18 und 20 Uhr die Unterkünfte der Soldaten besichtigt werden.

Ein vergleichbares Manöver findet alle vier Monate – in der Regel in Belgien – statt. Nun haben sich die Verantwortlichen den Norden Luxemburgs ausgesucht, weil er topographisch dem Norden des Kosovo sehr ähnlich sei. Die Größe des Manöverareals entspricht ebenfalls in etwa der Größe des Belukroko-Areals vor Ort.

Bereits im März 2001 wurde ein solches KFOR-Manöver im Norden Luxemburgs veranstaltet. Damals nahmen sogar rund 800 Soldaten daran teil.

Langsamer Abbau der Militärpräsenz
Seit mehr als zehn Jahren ist die Luxemburger Armee in Friedensmissionen im Ausland im Einsatz. Trotz einer zunehmenden Entspannung der Lage, ist eine militärische Präsenz für die Stabilität der Region noch immer vonnöten. Aber sie wird langsam abgebaut. Bis Ende 2003 sollen nur noch 15 000 KFOR-Soldaten im Kosovo im Einsatz sein. Schon bei Belukroko 12“ haben die Belgier ihr Kontingent von 570 auf 420 Soldaten reduziert.

 



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