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27 Rekruten der 148. Session vereidigt Auszeichnungen für luxemburgische und belgische Soldaten
Source: Luxemburger Wort / Seite: 34 / Text und Foto: Raymond Schmit / Date: 18.05.2006
In Steinfort wurden am Mittwochnachmittag 27 Rekruten der 148. Session vereidigt. Sie wurden damit als vollwertige Mitglieder in die Armee aufgenommen. Bei der gleichen Gelegenheit wurden luxemburgische und belgische Soldaten, die an Friedensmissionen auf dem Balkan und in Afghanistan teilnahmen, ausgezeichnet. Der Zeremonie wohnten zahlreiche Gäste bei, unter ihnen Verteidigungsminister Jean-Louis Schiltz, die belgische Botschafterin Ingeborg Kristoffersen und die Eltern der Rekruten.
Mit der Vereidigung wurde die Grundausbildung abgeschlossen, die vier Monate lang dauerte. Unter den 27 neuen Soldaten sind drei Portugiesen, ein Franzose, ein Italiener und ein Spanier. Bester der Session war Kevin Feltus, der sich ebenfalls als bester Sportler hervortat. Bester Schütze war Jonathan Schiavi.
In seiner Ansprache ging der Kommandant des Militärzentrums, Lieutenant-Colonel Gaston Reinig, auf die gute Zusammenarbeit der belgischen und der luxemburgischen Armee bei gemeinsamen Friedenmissionen auf dem Balkan und in Afghanistan ein. Durch diese enge Zusammenarbeit erhalte die luxemburgische Armee trotz ihrer kleinen Effektive die Möglichkeit, sich an solchen Missionen zu beteiligen. Die luxemburgischen Offiziere und Soldaten seien dabei würdige Botschafter ihres Landes gewesen.
Kordel als Symbol
An die Rekruten gerichtet, unterstrich Lieutnant-Colonel Gaston Reinig, dass die Überreichung der Kordel nach der Vereidigung ein Zeichen dafür sei, als vollwertiges Mitglied in die Armee aufgenommen worden zu sein. Aus dem Zivilleben in die Armee einzutreten sei ein Schritt, der einen gewissen Mut, einen festen Willen und eine starke Motivation verlange. Es sei eine Zeit von großer Umstellung gewesen, um all das zu lernen, was ein Soldat in einem immer schwieriger werdenden militärischen Umfeld wissen müsse. Um die vielfältigen Aufgaben auf nationaler und internationaler Ebene erfüllen zu können, brauche man gut ausgebildete Soldaten. Die Notwendigkeit, solche Soldaten zu haben, die Engagement beweisen und auch bereit sind, an friedenserhaltenden Missionen teilzunehmen, bewiesen die alltäglichen Ereignisse in der Welt. Man müsse sich bewusst sein, dass wir in Frieden und Sicherheit leben und daraus Nutzen ziehen können. Deshalb könne sich die luxemburgische Armee Missionen, die einen friedenserhaltenden Charakter haben, nicht verschließen, sondern müsse ihren Beitrag leisten, so bescheiden er auch erscheinen mag. Lieutenant-Colonel Gaston Reinig hob auch den Einsatz derer hervor, die die Rekruten während des Ausbildungsprozesses begleiteten. Gleichzeitig dankte er den Eltern, deren Anwesenheit der Beweis dafür sei, dass sie ihre Kinder in dem, was sie tun, unterstützen. Nachdem die 27 Soldaten den feierlichen Eid abgelegt hatten und versprochen hatten, die Gesetze und die Vorschriften der Armee zu respektieren, wurden ihnen ihre Kordeln überreicht.
Neue Aufgaben
Verteidigungsminister Jean-Louis Schiltz bezeichnete die Vereidigung als einen wichtigen Moment im Leben der jungen Rekruten, denn dadurch würden sie als vollwertige Mitglieder in die luxemburgische Armee aufgenommen. Weiter hob er hervor, dass die Regierung dank der Armee sagen könne, dass sie bereit sei, an
Friedensmissionen teilzunehmen- Nach Ansicht des Ministers werden in Zukunft möglicherweise noch mehr solche Aufgaben auf die Armee zukommen. So sprach er von einer neuen Mission im Kongo. Wir lebten in einer Welt, in der Unstabilität an einer Stelle auch zu Unstabilität an einer anderen Stelle führen könne, so
Jean-Louis Schiltz weiter.
Nach der offiziellen Feier gab die Gemeinde Steinfort einen Empfang. Bei dieser Gelegenheit wurden auch die besten Rekruten der 148. Session ausgezeichnet.



