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Der kleine Motor im großen Getriebe
Quelle: Luxemburger Wort Foto: N. BOUVY / De: JM / Datum: 17.07.2007
Die militärische Zusammenarbeit
zwischen Belgien und Luxemburg
funktioniert ausgezeichnet.
Um diese Eintracht zu demonstrieren,
empfing der hiesige Ressortleiter
Jean-Louis Schiltz gestern
seinen belgischen Kollegen
André Flahaut, der mit einer Delegation
hochrangiger Armeeoffiziere
angereist war. Seit 1992 bestreiten
die luxemburgischen Soldaten
ihre Auslandseinsätze an
der Seite ihrer Kollegen aus dem
kleinsten Nachbarland. Was in
Kroatien begann, wurde später in
Bosnien, im Kosovo, in Afghanistan
und in der Demokratischen
Republik Kongo fortgesetzt. Die
Zusammenarbeit mit Belgien
habe die Auslandseinsätze der luxemburgischen
Armee erst möglich
gemacht, meinte gestern
Schiltz. Und André Flahaut sieht
in den bilateralen militärischen
Beziehungen ein Vorbild für die
Zusammenarbeit, wie sie innerhalb
der Nato und der EU wünschenswert
sei. „Luxemburg und Belgien sind der kleine Motor,
der das große Getriebe der internationalen
Organisationen vorantreiben
kann“, hofft Flahaut. Dass
der bevorstehende Regierungswechsel
in Belgien dieses Verhältnis
trüben könnte, ist Flahaut
zufolge nicht anzunehmen. Eine
solche Kehrtwende wäre
schlichtweg irrsinnig. Aber man
weiß ja nie: „Kamikaze gibt es überall“, gab der Verteidigungsminister
zu bedenken.



