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Fortsetzung einer Tradition mit der 31. Auflage Luxemburgs einziger großer Ball „Bal des Officiers“ am Wochenende im Stadttheater Luxemburg erneut ein gesellschaftliches Ereignis
Quelle: Luxembourger Wort Foto: TESSY HANSEN / De: JOSEPH LORENT / Datum: 19.01.2010
Großes Gruppenfoto mit den Vertretern der organisierenden Offiziersvereinigungen, der Prominenz und den Verantwortlichen für den Ablauf der glanzvollen Abendveranstaltung
Unter der Schirmherrschaft von Großherzog Henri und Großherzogin Maria Teresa fand am vergangenen Samstag im Foyer des Stadttheaters von Luxemburg die 31. Auflage des Offiziersballs statt. Für das laufende Jahr ist es das einzige große gesellschaftliche Ereignis dieser Art, weil der „Wiener Ball“ abgesagt wurde.
Luxemburg hat weder eine Balltradition wie Wien noch kennt es eine Ballsaison von internationaler Renommee wie die ehemalige Metropole der k.u.k. Monarchie.
Dieser Sachverhalt unterstreicht daher den Stellenwert des niveauvollen Offiziersballs im Luxemburger Gesellschaftsleben, das ansonsten in diesem Bereich einzelne eher inhaltslose, dafür aber umso lautstärkere Megaveranstaltungen kennt. Als Organisatoren des „Offizéieschbal“ fungierten die „Association professionnelle des officiers luxembourgeois“ und die „Association professionnelle du cadre supérieur de la police grand-ducale“, vertreten durch ihre Präsidenten Lieutenant-colonel Patrick Grisius bzw. den beigeordneten Divisionskommissar Alain Engelhardt.
Namens der Organisatoren hielt Major Tom Schons die offizielle Begrüßungsansprache. Willkommensgrüße richtete er dabei im Namen der drei Korpschefs, Armeegeneral Gaston Reinig, Generalinspektor Marc Zovilé und Generaldirektor Romain Nettgen von der großherzoglichen Polizei, u.a. an den ebenfalls für die Großregion zuständigen Verteidigungs- und Innenminister Jean- Marie Halsdorf, die diplomatischen Vertreter mehrerer Länder, Stadtschöffin Simone Beissel sowie die Repräsentanten der Luxemburger Gerichtsinstanzen und ausländischer Korps.
Insgesamt erlebten 210 Gäste – die Zahl der Besucher hatte sich in letzter Minute wegen des Schneetreibens etwas verringert – einen angenehmen, geselligen Abend. Für die musikalische Umrahmung sorgte wie in den vergangenen Jahren das Orchester „Hémelmaus“ unter der Leitung von Romain Thielen. Es bot gepflegte und schwungvolle Tanzmusik dar, dies in einer Lautstärke, die lobenswerterweise noch unterhaltsame Gespräche unter den Gästen an den Tischen zuließ. Zum Ausklang des Abends besorgte Yannick Huss die Musik in der Lounge.
Traditionsgemäß führten die drei Korpschefs Gaston Reinig, Marc Zovilé und Romain Nettgen ihre Ehefrauen zum Eröffnungstanz auf die Piste. Dann folgten die Gäste des Ehrentischs und schließlich alle Ballbesucher, woraufhin großes Gedränge auf der Fläche vor dem Orchester herrschte.
Für das leibliche Wohl der Gäste sorgte erneut auf meisterliche Art der von seinem Sohn Paul und einer effizienten Küchenbrigade unterstützte Restaurateur Armand Steinmetz aus Bech, der in seiner Eigenschaft als Präsident des „Vatel Club Luxembourg“ dieser Tage zu einer gastronomischen Expedition nach Santiago de Chile aufbricht.
Nach dem Prinzip des Inklusivangebots (also einschließlich Getränke) begriff das Galadiner ein reichhaltiges Spezialitätenbüffet, gefolgt von einem ohne irgendwelche Hektik am Tisch servierten köstlichen Hauptgericht und einem Angebot an leckeren Nachspeisen.
Erwähnt sei noch, dass es sich beim Offiziersball um eine Wohltätigkeitsveranstaltung handelt, deren Reinerlös jedes Jahr einem sozialen Werk zugeführt wird.



