Die Armee, ein zuverlässiger Partner

Mercredi 11 novembre 2015

Anerkennung für professionelle Arbeit der Luxemburger Militärs im In- und Ausland

Die Armee, ein zuverlässiger Partner

Abschreiten der Ehrenfront: Armee-Kommandant Yves Kalmes, Generalstabschef Romain Mancinelli und Francine Closener, Staatssekretärin im Verteidigungsministerium.

Einmal mehr war der „Square de l'Indépendance“ auf dem Gelände des militärischen Zentrums in Diekirch gestern Morgen Schauplatz der traditionellen St.-Martin-Feier der Luxemburger Armee. Sie verehrt den heiligen Martin bekanntlich seit jeher als ihren Schutzpatron.

Im Beisein zahlreicher Ehrengäste aus dem In- und Ausland wurde in den verschiedenen Ansprachen immer wieder die wichtige Aufgabe der Armee hervorgehoben, und zwar sowohl auf nationalem als auch auf internationalem Einsatzgebiet.

Die aktuelle geopolitisch prekäre Situation habe auch auf die Luxemburger Armee ihre Auswirkungen. Im vergangenen Jahr sei sie in vielen Hinsichten gefordert worden, so Colonel Yves Kalmes, Kommandant des militärischen Zentrums auf dem Herrenberg.

Neben den diversen Friedensmissionen in Kosovo, Mali und Afghanistan, wo insgesamt 70 Luxemburger Soldaten im Auslandseinsatz waren, hätten auch zahlreiche Übungen im In- und Ausland stattgefunden. So seien Armeemitglieder in Lettland, Litauen, den Niederlanden, Deutschland, Frankreich, Österreich, Spanien und Kongo im Einsatz gewesen.

„Einsätze nehmen zahlenmäßig und von der Komplexität her zu“

Diese Einsätze hätten nicht nur zahlenmäßig, sondern auch von der Komplexität her zugenommen. Das Aussenden von Personal, sensiblem Material, Munition und Waffen über den Land-, See oder Luftweg verlange eine detaillierte Vorbereitung und viel Arbeit. Man habe aber die gesetzten Ziele erreicht. Für das professionelle Auftreten werde man denn auch immer wieder von den internationalen Partnern gelobt.

Eine besondere Aufgabe werde der Armee im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise zuteil. Gemäß der Devise des heiligen Martin habe man auch hier nicht gezögert, um den Bedürftigen zu helfen. So habe man dem Aufnahme- und Integrationsamt Olai nicht weniger als 210 Betten, mehr als 200 Schränke, 40 Tische und 200 Stühle zur Verfügung gestellt, so Kalmes abschließend.

Auch Francine Closener, Staatssekretärin im Verteidigungsministerium, lobte die Rolle der Armee im Zusammenhang mit der Flüchtlingssituation. Als eines der ersten Länder habe Luxemburg im Rahmen des „Relocation-Program“ der EU vor rund einer Woche die ersten 30 Flüchtlinge aufgenommen, 700 würden noch hinzukommen. Es stehe der Armee gut zu Gesicht, dass sie sich beim Empfang der Hilfesuchenden tatkräftig mit einbringe. Mit dieser Geste der Solidarität zeige die Armee, dass sich das Land auf sie verlassen könne.

„Den Militärmantel stets ehrenhaft tragen und nie innerlich ablegen“

„So ni eppes Béises vun engem Mënsch, wann s du et net sécher weess. A wann s du et sécher weess, sou fro dech: Firwat erzielen ech et?“, so Armee-Aumônier Nicolas Wenner. Dies sei die Botschaft des heiligen Martin an die Armee: den Militärmantel stets ehrenhaft tragen und nie innerlich ablegen. Und wenn wir ihn teilen, dann immer mit Herz und nur mit dem Zweck, Leben zu schützen und zu retten. So wie das 47. Kfor-Kontingent dies zurzeit bei seinem Dienst im Kosovo tue.

Luxemburger Wort - VON NICO MULLER (FOTOS: NICO MULLER)

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