"Kaum Chancen, aus dem Vertrag auszusteigen"

Lundi 11 mai 2015

Etienne Schneider : Der Absturz des A400M wirk keine Auswirkungen auf die Auslieferung des Militärtransporters haben

Erstmals ist ein Militärtransportflugzeug des neuen Typs Airbus A400M abgestürzt

Erstmals ist ein Militärtransportflugzeug des neuen Typs Airbus A400M abgestürzt. Bei dem Unglück im spanischen Sevilla kamen am Samstag vier der sechs Besatzungsmitglieder ums Leben. Die beiden anderen wurden schwer verletzt aus den brennenden Trümmern gerettet.

Luxemburg. Der Absturz des A400M wird keine Auswirkungen auf die Auslieferung des Militärtransporters haben, den Luxemburg 2011 zusammen mit der belgischen Armee bestellt hat. Dies bestätigte Vezrteidigungsminister Etienne Schneider (LSAP) am Montag auf Anfrage dem « Luxemburger Wort » . Die Luxemburger Armee wird das Flugzeug erst im Frühling 2019 in Empfang nehmen. Er hoffe, dass bis dahin alle technischen Probleme behoben sind. 

Die Pannenserie scheint kein Ende mehr nehmen zu wollen. Kritiker sind der Auffassung dass die 168 Millionen Euro schwere Investition ein Fehler war. Auch Schneiders Bilanz fälllt gemischt aus. Der A400M sei von der vorigen Regierung bestellt worden. Von Anfang an habe dieses « politische  Vorhaben auf unsicheren Füβen » gestanden, so der Minister. « Wir kommen nicht aus dem Vertrag heraus, deshalb haben wir keine andere Wahl als den Militär-Airbus anzunehmen », betont Schneider. Derzeit würden zwar seine Beamten prüfen, ob aufgrund der neusten Ereignisse eine Möglichkeit besehe, den Vertrag mit dem Flugzeugbauer aufzulösen. 

Schneider mact sich jedoch diesbezüglick keine allzu groβe Hoffnung. Erst wenn die genaue Absturzursache feststehe, könne man eventuell neue Schritte einleiten. Der Minister für Innere Sicherheit geht davon aus, dass Luxemburg in Kürze von Airbus über die Unglücksursache informiert wird. Bei dem in Spanien abgestürzten A400M haben möglicherweise mehrere Triebwerke versagt. Das berichtet der « Spiegel » unter Berufung auf einen Überlebenden. 

Wo der luxemburgische Armee-Transportflieger stationiert wird, steht noch immer nicht fest. « Melsbroek bei Brüssel gilt als der wahrscheinlichste Standort, weil dort am wenigsten Investitionen getätigt werden müssten », sagt Schneider. Der Ball liege bei der belgischen Regierung, die noch im Laufe dieses Jahres eine Entscheidung treffen werde. Bereits jetzt stehe fest, dass man sich für die billigste Variante entscheiden werde. (ml)

Luxemburger Wort - Foto: REUTERS

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