Ein erster Schritt ist getan

Vendredi 08 janvier 2016

45 Rekruten der Armee schlossen Grundausbildung erfolgreich ab

„Promesse solennelle“ der 23. Session gestern Freitag im militärischen Zentrum auf dem Herrenberg

Nach dem feierlichen Versprechen, dem Großherzog, dem Staat und der Armee zu dienen, wurde den Rekruten die orange-blaue Kordel als äußeres Zeichen der Armeezugehörigkeit angelegt.

45 junge Leute sind gestern Nachmittag neu in die Armee aufgenommen worden. Nach einer viermonatigen Grundausbildung legten sie in der „Caserne Grand-Duc Jean“ auf dem Herrenberg in Diekirch ihr feierliches Versprechen ab, dem Großherzog, dem Staat und der Armee treu zu dienen.

Nicht alle haben die Hürde geschafft. Von ursprünglich 91 einberufenen Kandidaten fingen vor vier Monaten nur 73 ihre Grundausbildung zum Soldaten an. 28 von ihnen blieben in den folgenden vier Monaten auf der Strecke, so dass am Freitag noch 42 junge Männer und drei Frauen im Beisein von Familienmitgliedern, Freunden und zahlreicher Prominenz offiziell als Soldaten in die Luxemburger Armee aufgenommen werden konnten.

Es ist bereits eine lange Tradition, dass nicht nur Luxemburger in der Armee dienen dürfen. Bekanntlich wurden die ersten EU-Ausländer bereits am 11. Februar 2004 aufgenommen. Es war eine Premiere in Europa. Auch die 23. Session zählt in ihren Reihen zehn ausländische Staatsbürger. Neben 35 Luxemburgern werden in Zukunft ebenfalls vier weitere Portugiesen, zwei Franzosen sowie jeweils ein Belgier, Spanier, Italiener und Deutscher in verschiedenen Einheiten der Armee dienen.

„Große Umstellungen“

Die vergangenen vier Monate sei eine Zeit von großen Umstellungen und harter Arbeit für die Rekruten gewesen, so der Kommandant der „Caserne Grand-Duc Jean“, Colonel Yves Kalmes. Sie sollten sich aber bewusst sein, dass diese Etappe lediglich ein erster Schritt sei auf dem Weg durch einen kompletten Ausbildungszyklus, den die Armee ermöglicht.

Dieser Zyklus, der zunächst aus einer militärischen Instruktion bestehe, später dann durch eine schulische und berufliche Weiterbildung ergänzt werde, fordere in den kommenden Jahren viel persönlichen Einsatz. „Dir wäert och wichteg Sozialkompetenzen entwéckelen, déi haut net méi sou selbstverständlech an der Gesellschaft vermëttelt ginn“, so Kalmes abschließend.

Luxemburger Wort - Von Nico Muller - Foto: Nico Muller

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