Ein Rekord ist nicht genug

Jeudi 14 décembre 2017

Julien Henx stellt bei der Militär-WM gleich zwei neue Bestmarken über 50 m Schmetterling auf

Julien Henx war an den ersten beiden Wettkampftagen enttäuscht, doch gestern überzeugte er.

Nachdem Raphaël Stacchiotti die Bronzemedaille über 200 m Lagen gewonnen hatte, legte gestern der zweite Luxemburger Schwimmer bei der Militär-WM in Rio nach. Über 50 m Schmetterling knackte Julien Henx den Landesrekord gleich zwei Mal und kam ins Finale.

Am dritten Tag der Militär-WM waren die Rollen der beiden Luxemburger Schwimmer vertauscht. Während Raphaël Stacchiotti im brasilianischen Rio das Finale über 200 m Freistil knapp verpasste (1'51''44), schlug die große Stunde des Julien Henx. An den ersten beiden Wettkampftagen haderte der 22-Jährige noch damit, zwei Mal das Finale knapp nicht erreicht zu haben. Über 50 m Schmetterling lief es gestern aber deutlich besser. Zuletzt hatte Henx bereits mehrmals den Landesrekord über diese Strecke auf der Kurzbahn verbessert und angedeutet, dass er sich neben dem Freistil-Sprint immer mehr auch auf den kurzen Schmetterlingsstrecken wohlfühlt.

Im Vorlauf setzte er gestern gleich ein Ausrufezeichen, indem er den Landesrekord auf der Langbahn verbesserte. Nach 24''20 blieb die Uhr für den 22-Jährigen stehen, sechs Hundertstel schneller als die vorige Bestzeit. Henx hatte damit zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, denn nun schaffte er es endlich auch ins Finale. Als Vierter des Vorlaufs deutete er an, dass er im Bereich der Medaillen schwimmen kann. Doch ein Rekord war nicht genug: Gestern Abend (Luxemburger Zeit) steigerte er sich noch einmal und verbesserte zum zweiten Mal die Bestmarke, der jetzt bei 24''10 liegt. Zwar reichte es nicht fürs Podium, doch Platz sechs und das Erreichen des Finals stellen einen schönen Erfolg für Henx dar.

Stacchiotti ist glücklich

Stacchiotti blickte gestern noch einmal auf seinen Erfolg über 200 m Lagen zurück, auf denen er am Mittwoch die Bronzemedaille geholt hatte: „Womöglich wäre sogar der zweite Platz drin gewesen, wenn die ein oder andere Wende besser gepasst hätte. Ich bin trotzdem glücklich. Es war ein tolles Gefühl, auf dem Podium zu stehen.“

Dass er gestern als Neunter das Finale über 200 m Freistil um einen Platz verpasste, kann der 25- Jährige somit verschmerzen. Das Feld lag im Vorlauf sehr eng beisammen, der Unterschied vom schnellsten bis zum achten Schwimmer betrug nur eine Sekunde. Stacchiotti fehlten schlussendlich vier Zehntel zum Finale.

Heute sind die beiden Sportsoldaten ein letztes Mal im Einsatz. Für Stacchiotti stehen die 200 m Rücken auf dem Programm und für Julien Henx die 100 m Freistil.

Von Laurent Carnol

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