Modernisierung der Armee wird weitergetrieben

Jeudi 19 janvier 2017

Traditionelle Weihnachtsfeier im militärischen Zentrum auf Herrenberg

Diekirch. „Die Luxemburger Armee steht auch weiterhin bereit, um im Rahmen des „Plan vigilnat“ mobilisiert zu werden und mit einzugreifen, sollte es in Luxemburg zu einer Terrorattacke kommen“, so Staatssekretärin Francine Closene anlässlich der traditionellen Weihnachtsfeier der Luxemburger Armee im militärischen Zentrum auf Herrenberg.

Im Kontext von Terrorismus und der allgemeinen internationalen Unsicherheit müsse sich die Armee anpassen. Ein Umdenken, das absolut nötig sei, so die Staatssekretärin weiter. In diesem Zusammenhang seien bereits wichtige gesetzliche und reglementarische Änderungen angelaufen, bzw. würden weitergetrieben und eine Reihe Projekte umgesetzt.

Wie sich die Armee speziell und die Verteidigung generell in den kommenden Jahren und Jahrzehnten entwickeln und umorientieren werde, soll in den kommenden Monaten öffentlich gemacht werden. Damit das Militär seinen vielen Aufgaben und Missionen gerecht werden kann, wird auch in neues Material, wie spezifisches Wintermaterial oder neue Waffen, investiert. Einen immer größeren Stellenwert erhalten auch die neuen Technologien. Auch die Infrastrukturen werden weiter modernisiert. So wird im kommenden Jahr die Sanierung weiterer Pavillons auf Herrenberg abgeschlossen. Zudem werden die Anstrengungen auf dem Niveau der Rekrutierung weitergeführt. Um genug, aber vor allem auch die richtigen Leute zu finden, müsse an vielen verschiedenen Schrauben gedreht werden. Da spiele auch das moderne Statut des freiwilligen Soldaten eine wichtige Rolle. Hier gehe es darum, das Volontariat und die damit verbundene Karriere in der Armee interessanter und attraktiver zu gestalten, so Closener.

Die „Défense“ und die Armee von morgen müssten sich auch den neuen Prioritäten von EU und NATO anpassen, weshalb auch die Auslandseinsätze neu orientiert würden. Um hierfür das nötige Personal zur Verfügung zu haben, läuft im Oktober die Luxemburger Beteiligung an der Kfor-Mission aus.

Insgesamt 52 Kontingente waren im Kosovo und haben Luxemburg dort ausgezeichnet vertreten, lobte die Staatssekretärin weiter. Im Rahmen des „Readiness Action Plan“, mit dem die NATO auf die prekäre Situation in den baltischen Staaten reagiert, wird die Luxemburger Armee, neben materieller Hilfe, im zweiten Semester diesen Jahres ein Transportpeloton und im zweiten Semester 2018 ein Aufklärungspeloton nach Litauen schicken. Denn die Präsenz der Luxemburger Armee an Auslandsmissionen bleibt eine Priorität der Verteidigungspolitik.

Gemeinsame Werte verteidigen

Eingangs der Feier ging auch General Romain Mancinelli auf die neue Richtung der Armee ein und lobte die gute Zusammenarbeit mit der Direktion der „Défense“. Die geopolitische Instabilität trage dazu bei, dass das Militär immer mehr engagiert werde, da die politischen Lösungen oft nicht mehr ausreichen würden, um die ständig steigenden Konflikte zu lösen. Auch die Luxemburger Armee habe dementsprechend eine Kehrwendung machen und sich an die neue Realität anpassen müssen. Lagen die Hauptakzente der letzten 25 Jahre noch auf der Krisenbewältigung, so müsse sich die Armee heute auf die Verteidigung fokussieren. Weiter ging der General, mit Blick auf die internationale Situation, auf die Werte ein, auf denen unsere Gesellschaft aufgebaut ist. Werte, für die unsere Gesellschaft auch bereit sein muss sich einzusetzen.

Vor der Diaporama von AdjCh. Marc Hermes, die einen ausgezeichneten Einblick in die vielfältigen Aktivitäten der Armee bot, wurden weiter Auszeichnung an eine Reihe erfolgreicher Schüler aus der Armeeschule und Militärsportlern überreicht. Anschließend leisteten die einzelnen Messen, auch im Solidaritätsgedanken, finanzielle Unterstützungen an die Vertreter der „Centre DPI“ der Caritas in Diekirch, der Vereinigung „Service krank Kanner doheem“ und der „Unité cynotechnique“ des Roten Kreuzes. ast

Luxemburger Wort

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