Ein Friedensbaum für das Militär

Mercredi 10 octobre 2018

Im kommenden Frühjahr sollen die freiwilligen Soldaten und die Militärmusik mit einer Skulptur geehrt werden. Am Dienstag wurde der Grundstein für das Denkmal gelegt.

Der Radfahrer schaut etwas verdutzt, als er an der Place de Metz in Luxemburg-Stadt ankommt. Denn mehrere uniformierte Soldaten, darunter hochrangige Mitglieder des Militärs, versperren den Eingang zur Hängebrücke unter dem Pont Adolphe. Grund dafür ist aber keine Straßenblockade, sondern die symbolische Grundsteinlegung für den Sockel eines Denkmals. Und so kann der Mann, nachdem er sich mit seinem Zweirad einen Weg durch die Menschenmenge gebahnt hat, getrost weiterfahren.
Das Jahr 2017 war für die Armee ein besonderes. Nicht nur feierte die Militärmusik ihr 175. Jubiläum, sondern auch die Freiwilligenarmee hatte seit 50 Jahren Bestand. Mit etwas Verspätung soll zukünftig die Skulptur „Arbre de la Paix“ der französischen Künstlerin und Uncesco-Botschafterin Hedva Ser an dieses Ereignis erinnern und gleichzeitig zum Erhalt des Friedens ermahnen.
Einzigartig ist das Werk nicht. Die Skulptur steht bereits an zwölf verschiedenen Standorten in acht Ländern und erinnert dort an verschiedene Ereignisse. Für die Künstlerin war das Ereignis am Dienstag dennoch eine Premiere. Denn bei einer feierlichen Grundsteinlegung für eine ihrer Skulpturen war sie noch nicht dabei.
Standort mit Bedeutung
„Die Luxemburger Armee ist tief mit dem Volk verbunden, so der Verteidigungsminister Etienne Schneider. Dies würde unter anderem die hohe Besucherzahl bei der alljährlichen Militärparade zeigen.
Der Standort des etwa fünf Meter großen Denkmals wurde bewusst in der Nähe der Avenue de la Liberté gewählt. Die Straße ist nicht nur Austragungsort der Parade, sondern erinnert durch ihren Namen an die Befreiung von der Nazibesatzung 1944 durch die US-Armee.

Der Baum des Friedens soll im kommenden Frühjahr aufgestellt werden. Allerdings nur, „wann dat hält“, wie Etienne Schneider anmerkte, nachdem er mit der Künstlerin den symbolischen Grundstein legte.

Maximilian RICHARD, Luxemburger Wort

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