Militärflugzeug A400M in Luxemburg gelandet

Mercredi 07 octobre 2020

Fast 20 Jahre nach der Bestellung erhält Luxemburg sein militärisches Transportflugzeug. Die Kosten betragen rund 200 Millionen Euro.

Eigentlich hätte das im Jahr 2001 bestellte Militär-Transportflugzeug A400M bereits 2013 an Luxemburg ausgeliefert werden sollen. Am Mittwoch ist die Maschine nun mit sieben Jahren Verspätung in Anwesenheit von Verteidigungsminister François Bausch (Déi Gréng) und dem neuen Armeechef, General Steve Thull, auf dem Flughafen Findel gelandet.

 

Luxemburg betreibt das Flugzeug gemeinsam mit Belgien, weswegen die Maschine auf dem nordöstlich von Brüssel gelegenen Militärstützpunkt Melsbroek stationiert wird. Das im spanischen Sevilla gebaute Flugzeug des Herstellers Airbus kostet rund 197 Millionen Euro und ist Teil der luxemburgischen NATO-Verpflichtungen. Der Unterhalt des Flugzeugs kostet über 35 Jahre verteilt zusätzliche 420 Millionen Euro.

 

Platz für bis zu 116 Personen

Das Großherzogtum will bis 2023 0,72 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts (BIP) in die Verteidigung investieren. Aktuell liegt dieser Wert bei 0,6 Prozent. Eigentlich haben sich die Mitglieder des transatlantischen Verteidigungsbündnisses dazu verpflichtet, dass zwei Prozent ihres PIB in Militärausgaben fließen.

 

Der A400M ist 45 Meter lang, 42,4 Meter breit und 14,6 Meter hoch. In ihm finden bis zu 116 Personen mitsamt Material Platz. So können beispielsweise zwei Dingos à 12,5 Tonnen transportiert werden. Luxemburg hat sich dazu verpflichtet, sechs Piloten und sechs Loadmaster, die für die Fracht zuständig sind, zur Verfügung zu stellen. 

Bislang haben vier Piloten ihre Ausbildung abgeschlossen, zwei sind noch dabei. Einer der luxemburgischen Piloten war am Mittwoch auch bereits als Co-Pilot im Einsatz. Bei den Loadmastern haben erst zwei Personen ihre Ausbildung abgeschlossen. Hier ist man laut François Bausch noch auf der Suche nach geeigneten Kandidaten.

 

Am Donnerstag wird Großherzog Henri die Maschine in Augenschein nehmen, am Freitag wird der A400M dann weiter nach Belgien fliegen.

 

 

 

 

 

 

 

Source: Luxemburger Wort

Luxemburger Wort

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