Solidarität in Uniform

Jeudi 12 novembre 2020

Luxemburger Armee erntet zur Martinsfeier Lob und Dank für Einsatz in der Corona-Krise

Diekirch. „An der Kris weist sch dat eegentlecht Gesiicht, an ons Arméi huet gewisen, dass d'Land op si ziele kann", brachte Aumônier Nicolas Wenner gestern auf den Punkt, was sich wie ein roter Faden durch die traditionelle Martinsfeier der Luxemburger Armee am Herrenberg in Diekirch zog: der Dank und der Respekt eines ganzen Landes vor dem Einsatz seines Militärs während der Corona-Krise.

Selten zuvor dürfte die Solidarität und die soziale Rolle der Armee - wie sie im Handeln ihres Schutzpatrons Vorbild findet - jedenfalls so sehr in die öffentliche Wahrnehmung gerückt sein wie während der vergangenen Monate, als Angehörige des Militärs von der Sicherung und Verteilung von Schutzmaterial über das Mitwirken in den Centres de soins avancés bis hin zum Einsatz bei der Corona-Hotline oder dem Contact Tracing an allen Ecken und Enden bei der Bewältigung der Pandemie mit angepackt hatten.

Zeremonie im engsten Armee-Familienkreis Eine exemplarische Arbeit, die zurecht den Dank der Regierung, aber auch der Bevölkerung erntet, wie Verteidigungsminister François Bausch und der Kommandant der Herrenberg-Kaserne, Colonel Yves Kalmes, im Rahmen der Feier meinten, die angesichts der sanitären Empfehlungen diesmal sozusagen im engsten Armee-Familienkreis stattfand.

Wobei der Impakt der Corona-Pandemie auf die Armee weit über Paraden und Zeremonien hinausreicht. So habe man sich zuletzt dazu gezwungen gesehen, sich neben dem Engagement bei der Krisenbewältigung auf die wesentlichen Aufgaben zu konzentrieren. Darunter die Grundausbildung der Rekruten, die Sicherung der Militärinstallationen und vor allem auch die Vorbereitung der Soldaten auf die laufenden Auslandseinsätze in Litauen, Afghanistan und Mali.

Aufklärungsdrohnen für Mission in Mali Für die UNO-Mission in dem afrikanischen Land, bei der man bereits einen wichtigen Beitrag mit Satellitentechnik und Personal leistet, wird heute übrigens auch ein Kommando mit Aufklärungsdrohnen entsendet, wie Colonel Yves Kalmes ankündigte, der zugleich auch allen in den Missionen weilenden Soldaten und ihren Familien seinen Dank aussprach.

Jenseits der operationellen Ebene sei für die Luxemburger Armee zuletzt eine Werte-Charta erarbeitet worden, die nun als Anleitung für das militärische Berufsleben in einen Code de conduite übertragen wird. Mittlerweile befinde sich aber auch das neue Armeegesetz auf der Zielgeraden in Richtung Abgeordnetenkammer.

Luxemburger Wort / John Lamberty

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